Der Ton macht die Musik – Aufmerksamkeitsübung

melodien

Wie oft sage ich etwas und achte nicht darauf wie ich es sage. Dann kann es schon vorkommen, dass meine Worte von meinem Gegenüber ganz anders wahrgenommen werden, als ich sie meine. Ich kann etwas in einem freundlichen Ton sagen, doch die Absicht dahinter ist nicht unbedingt wohlwollend. Andersherum kann eine freundlich gemeinte Aufforderung durch einen harten Ton streng wirken, obwohl die Absicht dahinter eine liebevolle war.

Im alltäglichen Leben ist mir oft nicht bewusst wie ich etwas sage. Aufmerksam werde ich dann erst, wenn ich anhand der Reaktionen feststelle, dass meine Worte nicht so angekommen sind, wie ich sie gemeint habe. Darum habe ich mir vorgenommen mehr darauf zu achten. Dazu habe ich mir eine kleine Aufmerksamkeitsübung ausgedacht.

Worte sind Energie

Diese Übung kannst du in jeder Situation anwenden. Egal, ob du beim Bäcker Brötchen bestellst, deine Kinder zum Essen rufst oder deinen Partner nach seinem Tag fragst.

Es geht ums Hören und ums Zuhören

Achte darauf wie du deine Worte aussprichst?
Welche Gedanken dabei durch deinen Kopf huschen?
(z.b wenn du deine Kinder zum Essen rufst)
Welche Emotionen begleiten diesen Gedanken?

Bleiben wir bei folgender Situation: Du hast gekocht. Das Mittagessen ist fertig und du rufst deine Kinder zum Essen. Keine Reaktion. Anstatt nun ein zweites Mal zu rufen, schließe kurz die Augen. Atme bewusst aus und wieder ein und spüre:

  • Mit welcher Energie hast du die Worte gesprochen?
  • Wo bist du mit deinen Gedanken?
  • Welche Emotion ist gerade präsent in meinem Körper?
  • Ist es Ungeduld, Ärger oder Wertschätzung?

Nur kurz wahrnehmen. Atme noch einmal aus und wieder ein und  stelle dir dabei die Emotion vor mit der du deine Kinder rufen möchtest. Falls du dir keine Emotion vorstellen kannst, dann stelle dir ein Bild von deine Kinder vor, wie sie am Tisch sitzen und sich über dein gekochtes Essen freuen.

Lass sich diese Emotion oder dieses Bild in deinem Körper ausbreiten. Öffne die Augen und rufe nun ein zweites Mal nach deinen Kindern. Anhand der Reaktion, kannst du sehen, ob sich die Energie deine Worte verändert. Durch das verändern des Gefühls, ändert sich auch der Klang deiner Stimme.

Diese kleine Aufmerksamkeitsübung kannst du auf jede beliebige Situation anwenden. Probiere es aus.

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Ein Gedanke zu „Der Ton macht die Musik – Aufmerksamkeitsübung

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