Wie startest du in deinen Tag?

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Früher sah mein Morgen immer gleich aus. Früh aufstehen. Duschen. Kinder versorgen. Zur Arbeit gehen. Ein eingespielter Ablauf. Streng getaktet. Wenig Zeit für Zwischenfälle. Ein krankes Kind, kaputte Schuhe oder fehlende Hausaufgaben brachten den Ablauf durcheinander und mein inneres Gleichgewicht ins Wanken. 

Täglich grüßt das Murmeltier

Nur ein reibungslos ablaufender Morgen war ein guter Morgen und eine wichtige Voraussetzung für einen guten Tag. Doch was hier so einfach klingt, war alles andere als einfach. Ich habe mich selbst sehr unter Druck gesetzt. Wenn ich heute daran denke, merke ich erst, wie viel Stress ich mir damals gemacht habe. Es war weit entfernt von einem Morgen in Leichtigkeit oder in Freude. Es gab zwar feste Rituale wie „niemand verlässt, das Haus ohne Frühstück“ doch war die Zeit dafür  war genau eingeteilt. Keine Abweichung möglich. Keine Zeit für bewusstes genießen oder Momente der Stille. Funktionieren war meine Devise. So wie ich musste auch mein Umfeld funktionieren. Ich hatte immer das Gefühl, auf der Flucht zu sein. Alles musste schnell erledigt werden. Schnell aufstehen. Schnell frühstücken. Schnell arbeiten. Damit dann mittags genug Zeit war, um schnell die Hausaufgaben zu machen. Schnell zu spielen. Schnell Abend zu essen und schnell ins Bett zu gehen. Um dann am nächsten Morgen wieder schnell aufzustehen. Jeden Tag das gleiche Spiel. Ein Leben wie im Film „Und täglich grüßte das Murmeltier“.

Raus aus dem Hamsterrad 

In dieser Zeit habe ich funktioniert. Mein Kopf war voll mit unbewussten Gedanken und ich in meiner Routine gefangen, sodass ich keine Zeit hatte, mir auch nur ansatzweise darüber bewusst zu werden. Wahrscheinlich würde ich heute noch in meinem Hamsterrad festsitzen, wenn mir nicht das Leben dazwischen gekommen wäre. Es gab verschiedene Ereignisse die mich wachgerüttelt haben. So bin ich über die Liebe zu anderen Menschen und die Bereitschaft alles für sie tun, schließlich bei mir gelandet und habe die Liebe zu mir selbst entdeckt. Ein Weg raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben. Ein Leben voller neuer Erfahrungen und unerwarteter Wendungen.

Jeden Morgen beginnt ein neues Leben

Heute gibt es für meinen Morgen zwar immer noch eine bestimmte Routine, doch ich versuche bewusster damit umzugehen. So habe ich bereits im letzten Jahr damit angefangen mir kleine Achtsamkeitsübungen für mich zu überlegen.

Dies kann beim Frühstück sein. In dem ich mir Zeit nehme und versuche alles bewusst zu schmecken und schaue wie mein Körper reagiert. Oder ich mache mein Duschen zum Genussduschen. Egal was ich mir aussuche, ich versuche es in einem anderen Bewusstsein zu tun. Ich schaue hin und finde heraus wie es sich anfühlt und wie mein Körper darauf reagiert. Diese Moment müssen nicht lange dauern. Es reichen oft wenige Minuten. Doch durch den liebevollen und achtsamen Umgang mit mir, bekommt der Morgen eine andere Energie und der Tag eine neue Qualität. Denn an jedem Morgen beginnt ein neuer Tag deines Lebens.

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7 Gedanken zu „Wie startest du in deinen Tag?

  1. Hey
    ja das kenne ich sehr gut, täglich grüßt das Murmeltier, aber man fühlt sich ja dann erst wohl oder? Ich habe heute morgen meinen Morgen leider nicht so begonnen wie es sein soll, daher merke ich es auch. Ich selbst hatte einen Termin bei einem Amt wo wieder etwas raus kam wo mich sehr betroffen hat. Es geht um eine Zukunft. Man fängt den morgen nicht so an wie man will. Eigentlich stehe ich ihrgend wann auf wenn ich wach geworden bin, gehe aufs WC, danach an den PC oder so, erst mal wach werden, naja heute morgen musste ich mich aus dem Bett kwelen und dann da hin fahren. Ich höre mir gerade einen Japanischen Song zur entspannung an, ich finde solche Lieder haben viel Kraft wo man aufnehmen kann. https://www.youtube.com/watch?v=EfRMs-7dmuA hör einfach mal selber rein.

    Ich werde gleich auf meinen Blog auch einen neuen eintrag schreiben da ich ja seit gestern einen Laptop habe bin ic da mehr drin 😉

    Hier auch ganz gut der Song https://www.youtube.com/watch?v=JuwJfDr36Kc

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  2. Auch ich kenne diese Hamsterrad-Routine nur zu gut.
    Mittlerweile betrachte ich es auch ein bissel anders, ich nenne es nicht mehr Routine, nicht mehr Hamsterrad, sondern es sind liebgewonnene Rituale, die mir helfen, in die Gänge zu kommen, um den Tag gestärkt anzugehen.
    Auch wenn es fast immer gleich ist, so nutze ich doch mindestens einmal in der Woche kleine Veränderungen, ich setze mich für meinen ersten Kaffee mal auf einen anderen Platz, und schon sieht die Welt anders aus, oder ich nehme Tee statt Kaffee, oder ich putze mir die Zähne mal mit der linken Hand usw. Tut gut, wenn ich dadurch neue Blickwinkel bekomme.

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    • Genau so sehe ich das auch. Es kommt auf die kleinen Dinge an Deine Ideen finde ich einfach klasse. Zähne putzen mit der linken Hand werde ich sofort ausprobieren ☺

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      • Ja, ich habe es ausprobiert und bin total begeistert davon. Es ist so einfach und doch bekommt man sofort einen neuen Blickwinkel und ein neues Verständnis. Danke dir für diesen Tipp, ich werde in auf jeden Fall in meinen Alltag integrieren.

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